“Malen nach Drehzahlen” mit der BMW Z4 iPhone Applikation

Screenshot der BMW Z4 iPhone Applikation

Erst vor ein paar Tagen hat VW die VW Polo Challenge 3D im iTunes Application Store veröffentlich. Seit dem 06. März 2009 ist nun auch BMW mit der “BMW Z4 – Expression of Joy – Lite“-Applikation dem kleinen Kreis der iPhone Applikationen von Automobilherstellern beigetreten.

Das Spiel setzt auf der aktuellen BMW Kampagne “An Expression of Joy” des BMW Z4 auf. Mit einem, laut Pressemitteilung des Herstellers Botme, “originalgetreuem BMW Z4″ kann man in dem kostenlosen Spiel das in der BMW Kampagne bereits vorgestellte Kunstwerk mithilfe des BMW Z4 selbst nachmalen.

Teil der Applikation, für deren Installation ein satter 50 MB Download erforderlich ist, ist ein abgespeckter BWM Z4 Konfigurator mit dem sich Aussenfarbe, Felgen, Motorvariante und ein paar weitere Details einstellen lassen.

Screenshot der Innen- und Außenansicht der BMW Z4 iPhone Applikation

Das Spiel an sich macht auf mich einen eher kläglichen Eindruck: Die Darstellung des Fahrzeugs von aussen sieht relativ gut aus – die Innenansicht des Z4 erscheint mir dagegen eher lieblos. Die Umgebung macht mir ebenfalls Sorgen. Der Wagen bewegt sich auf einer platten, weissen Fäche mit unglaublich pixeligen Rändern umrandet von einem merkwürdigem Raum in grauer Marsoberflächen-Optik.

Der Spaß-Faktor beim Herumkurven mit dem Z4 scheint leider auch eher begrenzt zu sein: Es gibt keine Hindernisse oder Aufgaben zu bewältigen – man zieht lediglich eine farbige Spur hinter sich her. Am Ende kann man auf dem iPhone ein Bild seines Kunstwerks abspeichern, das den “Ausdruck der Fahrfreude” widerspiegeln soll. Ich frage mich nur “wozu”?

Die Bewertungen im iTunes Music Store lassen bei BMW sicherlich keine Freude aufkommen: Der Tenor der User-Kommentare rangiert irgendwo zwischen “Müll” und “Das hier ist irgendwie nett. Und wir alle wissen, nett ist der kleine Bruder von … “. Die derzeitige, durchschnittliche Bewertung des Spiels liegt bei 2 Sternen – mit fallender Tendenz. Gestern waren es zumindest noch 2,5 von 5 möglichen Sternen.

Einzig neu ist der Umstand, dass man den Z4 durch “ordentliches auf die Bremse treten (bzw. tippen)” driften lassen kann. Beim Thema driften scheinen sich den deutschen Autoherstellern bislang die Haare gestreubt zu haben. Denn wenn man dem Kunden Technologien, wie DSC, DTC, ESP und dergleichen verkauft, kann man das Fahrzeug natürlich nicht schleudernd darstellen. Dieser Faktor ist in sofern eine Erwähnung wert – rettet den Spielspaß aber nicht.

Fraglich ist für mich auch der Zusatz der Applikation “Lite”. Wird es davon etwa noch eine Vollversion geben?

Die nächste iPhone Applikation für BMW steht schon vor der Tür: Spieleentwickler Botme kündigt auf seiner Homepage das baldige Erscheinen einer BMW Sauber F1.09 Applikation mit Avataren von Robert Kubica und Nick Heidfeld an.

Vielen Dank an Matthias für den Link.

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6 Comments »

  1. 50 mb?! in worten: fünfzigembeh?!

    Comment by Thomas Heinz — 16/03/2009 @ 21:06
  2. … na irgendwo muss das 3d ja hin :-)

    Comment by Ali — 17/03/2009 @ 10:30
  3. [...] ist Seat neben BMW, Mercedes, Audi und VW nunmehr der fünfte Automobilhersteller, der ein kostenloses Game für das [...]

  4. wer den sound erkennt sollte mal Earworm für das iPhone versuchen ;-)

    Comment by iphoney — 05/04/2009 @ 11:31
  5. Ich finde diese Applikation ebenfalls so sinnlos wie schlecht. Ich weiß nicht wer von BMW entschieden hat Geld in dieses Tool zu stecken, aber ich weiß genau, dass diese Art von Werbung dem Konzern kein einziges zusätzliches verkauftes Auto bescheren wird. Für das Geld hätte BMW lieber eine Lokalrunde Kaffee an alle Mitarbeiter spendiert. Vielleicht wär Jemand durch das Koffein auf eine bessere Idee gekommen als so ein liebloses, langweiliges Spiel.

    Comment by Theo — 08/07/2009 @ 15:29
  6. Mit dieser Idee hat sich BMW definitiv keine Freunde gemacht. Hier hätte man sein Geld tatsächlich in viele sinnvollere Dinge investieren können als in ein Tool, dass wirklich mehr schlecht als recht ist. Da fragt man sich doch wirklich, was sich die Macher bei der ganzen Sache gedacht haben.

    Comment by Tilo — 14/12/2009 @ 11:14

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